Mittwoch, 22. März 2017

Imago - Die größte begehbare Sofortbildkamera der Welt!


Wer hat noch einen dieser Streifen mit vier schnell hintereinander geschossenen Photos? Eine kleine Kabine, oft auf Bahnhöfen, man saß auf einem Plasikklapphocker, steckte Geld in einen Schlitz und versuchte dann unter Druck entspannt schön oder witzig auszusehen, während einem Blitze entgegenzuckten. Manchmal saßen auch Zwei auf dem Hocker. Nach wenigen, sehr langen Minuten kam dann aus einem anderen Schlitz ein vielleicht zwanzig Zentimeter langer Streifen mit vier Portraits, auf denen man meist wie ein panischer Hase aussah.

Prinzenstraße 85-D in 10969 Berlin - ein Ladenfenster, der Blick auf einen großen Raum, der von einem in schwarzes Material gehülltes Objekt beherrscht wird. Eine etwas verkleinerte Nachbildung der Nautilus? Eine verhüllte Superwaffe? Eine Teleportationszelle? Es ist eine Kamera, die größte Sofortbildkamera der Welt. Wirklich! Man geht in das Ungetüm hinein, bringt sich in Pose, es passiert etwas, ich war noch nicht drin, deshalb, weiß ich nicht genau was, man steigt aus, wartet etwa 15 Minuten und erhält ein Ganzkörperportrait - 200x62 cm. An den metallischen Wänden der Galerie hängen Photographien, schwarz-weiß, krass, beeindruckend. 
Susanna Kraus, Tochter des Erfinders und Widerbeleberin der Maschine, ist Chefin der Galerie und außergewöhnlich sympathisch.


  

http://www.lomography.de/magazine/192365-die-groesse-begehbare-grossformatkamera-der-welt-imago-1-1

In Zeiten der hemmungslosen Vervielfältigung wirkt der Ausdruck wie eine Provokation: ein Unikat« – so beschrieb die Süddeutsche Zeitung das, was andere schlicht die Wiederbeseelung der Fotografie nennen: das IMAGOgramm. Jeder Schritt seiner Entstehung ist Kunst – beginnend in der IMAGO Camera. Diese überrascht den Betrachter mit einem Spiegelbild seiner selbst – seitenrichtig! Und so verkehrt das IMAGOgramm konsequent, was die Ära der Pixelfotografie zur Konvention gemacht hat: Statt Miniaturisierung bietet es ein lebensgroßes Format (62 x 200 cm). Statt Farbrausch kompromissloses Schwarz/Weiß. Der ultimativ analoge Prozess der IMAGOgraphie zelebriert die Magie des Augenblicks. Den der „Selbst-Auslöser“ auch noch selbst definiert. Keine Manipulation oder Wiederholung. Kein Spiel mit den Variablen digitaler Bearbeitung. Der entschiedene Gegenentwurf zur Bilderflut aus Handys & Co. Sie möchten mehr wissen? Pressetext

Dienstag, 21. März 2017

Das Alte Testament ist total spannend.

Ich lese gerade ein Buch, in dem der Autor den sogenannten J-Dichter des Alten Testamentes, den Shakespeare Gottes nennt. Tolle Formulierung. 
Das Buch ist Jesus und Yahweh von Harold Bloom. Was ich für tolles Zeug in die Finger kriege, seitdem ich mich mit unseren ältesten aufgeschriebenen Geschichten beschäftige. 
 
Zur Erklärung, der J-Autor ist derjenige, der um circa 900 vor unserer Zeitenwende die Buchstaben JHWH als den Namen Gottes verwendete, im Unterschied zu E, der ihn Elohim (Götter) nannte und P, der vermutlich der Priesterschaft angehörte.
Schon über die Namen, die Gott gegeben werden, könnte man stundenlang schwadronieren. Der erste erfolgreiche monotheistische Gott, muß viele andere Götter schlucken, verdauen, inkorporieren, er ist sozusagen eine multiple Persönlichkeit. Und dann, wie es Büchner Marion im Danton sagen läßt: Alle Männer wurden zu einem Mann. Oder alle Götter wurden zu einem Gott.

Da gab es Mythenerzähler und Redakteure und Ideologen und Witzbolde und Spaßverderber und depressive Poeten und Kriegstreiber und Verehrer von Frauen und Verachter derselben, Soldaten und Liebhaber und sie alle haben über eine lange Zeit dieses Buch der Bücher erschaffen. Es ist viel mißbraucht worden und dennoch großartig, wenn man schafft, es als überreiche mythologische Literatur zu lesen, und sich nicht Bange machen zu lassen.
Ob wir wollen oder nicht, glauben oder nicht, das Buch, seine Worte, sein Strahlen und seine Verunglimpfung vibriert durch unser Leben. Es wirkt in die Literatur, die Poesie, die Politik (CDU), unsere Moral, selbst in die, die wir ablehnen. Es ist allüberall. Bei Juden, Christen, Muslimen und Atheisten. Es ist  ein Teil unserer DNS geworden. Und es ist genauso widerspruchsvoll, gewalttätig, ungeheuer, zärtlich, unbegreiflich und banal, wie wir es sind.

Da hat einer zwei Frauen, eine, die unfruchtbar ist, liebt er, die andere hat er und sie gebärt ihm Kinder. Er heißt Jakob, die Frauen Rahel und Lea.

Ein Jüngling liebt ein Mädchen,
Die hat einen Andern erwählt;
Der Andre liebt eine Andre,
Und hat sich mit dieser vermählt.

Das Mädchen heiratet aus Ärger
Den ersten besten Mann,
Der ihr in den Weg gelaufen;
Der Jüngling ist übel dran.

Es ist eine alte Geschichte,
Doch bleibt sie immer neu;
Und wem sie just passieret,
Dem bricht das Herz entzwei.


Ein Gebärwettkampf gigantischen Ausmaßes:

Rahel: Und Jakob vollendete die Hochzeitswoche mit dieser. Dann gab man ihm auch mich zur Frau. Und er liebte mich, mehr als Lea.

Lea: Und Gott sah, dass ich gehasst war, da öffnete er meinen Mutterleib.

Rahel: Ich aber war unfruchtbar.

Lea: Und ich wurde schwanger und gebar einen Sohn, und gab ihm den Namen Ruben, denn nun würde mein Mann mich lieben. Und ich gebar einen weiteren Sohn, weil Gott gehört hatte, dass ich gehasst war. Und ich gab ihm den Namen Simeon. Und ich gebar noch einen Sohn, jetzt endlich würde mein Mann an mir hängen, denn ich hatte ihm drei Söhne geboren! Darum gab ich ihm den Namen Levi. Und ich gebar einen vierten Sohn, und gab ihm den Namen Juda.

Rahel: Und ich sah, dass ich dem Jakob nicht gebar, da beneidete ich meine Schwester und sprach zu Jakob: Gib mir Kinder! Und wenn nicht, so sterbe ich. Da entbrannte sein Zorn wider mich, und er sprach: Bin ich an Gottes Stelle, der dir Leibesfrucht vorenthält? Da gab ich ihm meine Magd zum Weibe und sie gebar Jakob zwei Söhne auf meinen Knien, so kam ich durch sie zu Kindern. Und ich gab ihnen die Namen Dan und Naphtali. Gott hatte mir Recht verschafft und auch auf meine Stimme gehört. Gotteskämpfe habe ich mit meiner Schwester gekämpft, und ich hatte mich durchgesetzt!

Lea: Da gab ich meine Magd Jakob zum Weibe und die gebar dem Jakob zwei Söhne. Zum Glück! Und ich gab ihnen die Namen Gad und Aser. Und zu meiner Glückseligkeit, ward auch ich wieder schwanger und gebar dem Jakob einen fünften Sohn. Gott hatte mir meinen Lohn gegeben, dass ich meine Magd meinem Manne gegeben hatte! Und ich gab ihm den Namen Issaschar. Und ich gebar noch einen Sohn, jetzt endlich würde mein Mann bei mir bleiben, denn ich hatte ihm sechs Söhne geboren! Und ich gab ihm den Namen Sebulon. Und danach gebar ich noch eine Tochter und gab ihr den Namen Dina.

Rahel: Und Gott erinnerte sich an mich und ich ward schwanger und gebar einen Sohn; Gott hatte meine Schmach weggenommen! Und ich gab ihm den Namen Joseph.


Lea mit ihren Kindern, G.B.Tiepolo, Patriarchenpalast, Udine 

Montag, 20. März 2017

Traurig -

Bekannte Gefühle, gemischte Gesichter

Eventuell von Christoph Marthaler, Anna Viebrock und Ensemble

So benennt diesen Abend die Website der Volksbühne.

Ein Riesenaufwand um an Karten zu kommen, mein zugegeben sentimental eingefärbter Abschied von der mir bekannten Volksbühne, Castorf am BE gleicht Absurdistan, soll doch durch viel Zuschauen abgefedert werden. Die Karten durch Hilfe zauberhafter Frauen erworben, die Grippe, die mir den Besuch des nächtlichen  "Faust" am Samstag verunmöglichte, scheint im Rückzug. Alles scheint im "grünen Bereich".

Heute 19.30 Uhr, bewaffnet mit Hustentabletten und einer Thermoskanne Wasser, sitze ich im nunmehr geradezu hügeligen, Bergabhangshühner bevorzugenden Zuschauerraum der Volksbühne und bin ganz still. Das Stück beginnt. Es beginnt zart. Fein. Sehr langsam. Schön. Aber mein Rachen spielt verrückt, krabbelt, juckt, kratzt. Scheiße, Mist, Kacke, Pisse, Dreck! Frau Rois tritt auf, sie ist herrlich. Eine meine wenigen Fan-Liebschaften. Sollte sie je das Telephonbuch verlesen, ich werde kommen. Mein Hustenreiz interessiert sich nicht für meine Liebessehnsucht und wächst ins Unerträgliche. Versucht mal nicht zu husten, wenn eine wunderbare Schauspielerin singt, eure Kehle aber revoltiert. 

Ich bin dann gegangen. Weinend und hustend. Es soll ein wunderbarer Abnd gewesen sein. Ich habe mich anstatt den poetischen Zauber Marthalers zu genießen, dem Massaker von Sichem gewidmet. Nunmehr nicht mehr hustend. 

Samstag, 18. März 2017

Frau M. besucht Herrn T.

WELTPOLITIK ALS SURREALES THEATER

http://www.cbsnews.com/live/video/angela-merkel-and-trump-meet-in-the-oval-office/

Washington D.C. - ein größerer Raum. Ein Kamin, darinnen Holz, aber kein Feuer, ein im Kamerabild angeschnittenes Tischchen, ein halber leerer Stuhl und zwei gelbe Sessel. Auf den Sesseln zwei Personen, links eine Frau, rechts ein Mann. Sie trägt eine komplementierende blaue Jacke, er eine Haartracht im selben Gelb. Unmittelbar zuvor haben sich die beiden zum wahrscheinlich ersten Mal getroffen und circa 15 Minuten miteinander gesprochen. Er: Schickt ein gutes Photo nach Deutschland. Sie werden von einem der im Off zu vermutenden zahlreichen Reporter gefragt, wie ihr Gespäch verlaufen ist. Er antwortet: Sehr gut. Reporter: Haben Sie über die Nato gesprochen? Worüber haben Sie gesprochen? (Vermutung, weil undeutlich.) Er: Viele Dinge. Sie: Sehr gut, Danke. Sehr freundlicher Empfang. Gute Gelegenheit, sich zu unterhalten. Sie lächelt, er nicht. Seine aneinandergelegten Hände bilden eine Speerspitze, die ihren sind verschränkt. Sie schaut zu ihm, er nicht zu ihr. Es wird die Bitte für ein Photo mit Händeschütteln geäußert, er schaut weg von ihr, nach links ins Leere. Sie beugt sich zu ihm, "übersetzt" die Bitte, er starrt vor sich hin, reaktionslos. Sie verliert ihr Lächeln kurz, dann setzt sie es wieder auf. 
Nachdem der offizielle Teil vorbei ist, wendet er sich plötzlich zu ihr, zum ersten Mal, berührt ihren Oberarm und sagt: ... ? Ich weiß es nicht.


Herr T., der Narzisst aus New York und Herr E., der machtgierige Demagoge vom Bosporus, mögen Frau M. ganz offensichtlich nicht, und ich eigentlich auch nicht, aber gerade jetzt, da sie unentwegt von durch ihrem von wenig Intelligenz gezügeltem Testosteron bespuckt wurde, fühlte ich eine unscharfe, weibliche Solidarität mit ihr.

Es ist wahrhaft eine surreale Zeit. Gestern habe ich mich gefreut, dass Herr Rutte, ein Rechts-Liberaler, die Wahl in den Niederlanden gewonnen hat, weil er besser als die schlimmere Möglichkeit war, heute sympathisiere ich mit Frau M..
Werde ich wahnsinnig, oder wird es die Welt?
 

Mittwoch, 15. März 2017

Genex & Intershop - nationale Westpakete

Das Westpaket, ein DDR-typisches-Erlebnis, tief in meinem Hirn verankert. assoziiert mit dem den Geruch von Lux-Seife, Sarotti-Schokolade, Fa-Duschgel, Jacobs Krönung und 4711 und, man mag es nicht fassen, Grieß. Meine Westtante dachte, Grieß gäbe es in der DDR nicht. Mein Vater, der nie einkaufen gehen mußte, meine Mutter erledigte das für ihn, dachte dasselbe.


 
http://www.spiegel.de/einestages/genex-kataloge-der-sonderbare-versandhandel-der-maroden-ddr-a-1125647.html

Der GENEX-Geschenk-Katalog, Fortunas Füllhorn, wenn man wohlhabende Westverwandtschaft hatte. Ein Auto jetzt und sofort, nach Hause geliefert. Der reine Wahnsinn! Viele Jahre Wartezeit schrumpften zu wenigen Tagen durch die unverständliche Macht des anders bedruckten Papieres.

 
http://www.kraftfuttermischwerk.de/genex/genexkatalog1977.pdf 

Der Intershop, gleich links neben meiner Haustür, da wo früher ein Konsum gewesen war, bezahlt wurde in Westgeld, in Valuta. Von 1974 bis 1979 ein heißbegehrtes Geschenk von Westverwandten. Danach ging es nur noch mit Forum-Schecks, der Umtauschkurs war 1,00 DM für 4,00 Mark der DDR, oft musste man aber noch deutlich mehr Mark der DDR für DM zahlen, bis zu einem Kurs von 1:25.
Der Tintenkiller, heißersehntes Objekt der Begierde in meinen Schülerjahren. Man schreibt, wenn man priveligiert ist, mit einem Pelikanfüller und kann Fehler korrigieren, ohne noch einmal von vorn beginnen zu müssen. Bis dahin waren bunte Filzstifte das Ziel allen kindlichen Begehrens. 

Wiki sagt: Ein Tintenlöscher oder Tintenlöschstift, ugs. auch Tintenkiller, kurz Killer, oder älter, Tintentod genannt, ist ein Stift zur Vornahme von Korrekturen an mit meist nur blauer Tinte geschriebenen Texten. Regelmäßig besteht ein Tintenlöschstift aus zwei Teilen: Mit dem einen Ende kann die Tinte „unsichtbar“ gemacht, mit dem Filzstift am anderen Ende dann die Korrektur vorgenommen werden.

Dienstag, 14. März 2017

Der Trabant - Ein Auto aus Duroplast und Blech


Der Trabant 602, klein, häßlich, lahm - Kult nichtsdestotrotz

Trabant heißt die ab 1958 in der DDR im VEB Automobilwerk Zwickau, später VEB Sachsenring Automobilwerke Zwickau, in Serie gebaute Pkw-Baureihe. Zur Zeit seiner Einführung galt er als moderner Kleinwagen und ermöglichte die Massenmotorisierung der DDR. Während seiner langen Bauzeit wurde er nur im Detail weiterentwickelt, sodass er in späteren Jahren letztlich die Erstarrung der DDR-Wirtschaft widerspiegelte. Relativ große Stückzahlen erreichte von 1964 bis 1991 insbesondere der Trabant P 601, der 1989/1990 zu einem Symbol der Wiedervereinigung Deutschlands wurde. Ähnlich wie der VW Käfer entwickelte sich der Trabant zu einem Kultfahrzeug mit umfangreichem Freundeskreis. Bis in die 1980er-Jahre war der Trabant auch im internationalen Motorsport erfolgreich.

Wieviele Arbeiter braucht man, um einen Trabi zu bauen?
Zwei: Einer faltet, einer klebt.


Der Trabbi, der verniedlichende Kosename eines sowieso schon äußerst kleinen Automobils aus Plaste. Der Trabbi, Sinnbild von allem, wofür ich die DDR gehaßt habe. Farblos, klein, eng, schwer zu haben, dysfunktional. Ist der Tank leer, gibt es einen versteckten Schalter, der das restliche Benzin freigibt, wenn man denn weiß wo der Schalter ist. Die Türen schließen oft nicht, ein Gummiband über die Sitze zwischen den Türen gespannt, ersetzt dann das Schloß. Mit den Knien direkt neben meinen Ohren mit 100 km/h über die Autobahn, mit Höchstgeschwindigkeit, laut und angestrengt. Das war immer noch ziemlich schnell auf den halbleeren Fernstrassen meiner ddrischen Jugend. 
1978, ich besuche die zwölfte Klasse, all meine Freunde leisten ihren "Ehrendienst" bei der NVA ab, was, weil ich viele Kasernen besuchen mußte, zu 50 Fehltagen in meiner Schulakte führte, besuchen ist also wirklich das richtige Wort. Meist war ich Passagier der Deutschen Reichsbahn, aber manchmal fuhr mich ein Freund, Besitzer einer betagten Pappe, von Leipzig nach Weißwasser, nach Torgelow, Eggesin und Pragsdorf. Von Kaserne zu Kaserne. Surreal. Meine meschuggenen, lustigen Freunde verkleidet in häßlicher graugrüner Armtracht, unglücklich und hilflos. 
Letztes Jahr in Schwedt fuhr eine Trabant-Stretch-Limousine an mir vorbei. Ich mag das Auto immer noch nicht.

http://www.zeitklicks.de/ddr/zeitklicks/zeit/137/literatur/der-trabant/

Weil Blech teuer und schwer zu beschaffen war, beschloss man, dass die Außenhaut der Karosserie aus Kunststoff bestehen solle. Er wurde über ein Gerüst aus Stahl gezogen. Der Kunststoff namens Duroplast war stabil, wetterfest und leicht verfügbar. Allerdings gab es auch Nachteile. So dauerte die Herstellung wesentlich länger und die Karosserie war an den Blechkanten anfällig für Rost.

Ausgestattet war der Trabant mit einem Zweitaktmotor. Das war 1958 noch zeitgemäß, doch dann verschlief man in der DDR weitere Entwicklungen. Schon in den 1960er Jahren galt er als veraltet. Ungewöhnlich am Trabbi war auch, dass die Lüftung allein über den Fahrtwind erfolgte.

Es gab einen Benzinhahn im Fußraum. Manche Trabant-Modelle besaßen keine Tank- bzw. Reserveanzeige. Machte der Motor Aussetzer, wusste der Fahrer: Es ist Zeit, den Benzinhahn auf "Reserve" zu drehen. Dann wurden noch einmal etwa 5 Liter Benzin verfügbar. Die Lage des Benzinhahns machte die Umstellung während der Fahrt jedoch stets zu einem gefährlichen Unterfangen!

Anfang der 1970er Jahre betrug die durchschnittliche Wartezeit 17 Jahre! Kaufte man einen Neuwagen, musste man diesen bar bezahlen. Ein Kauf auf Raten war nicht vorgesehen. So musste man also auch noch lange sparen, um sich überhaupt ein Auto kaufen zu können.

Nochmals die Volksbühne

Mein Geburtsjahr ist 1958.

Als Theaterkind der 60er & 70er Jahre verbrachte ich viel Zeit im Theater, im Off. Die meiste davon im Berliner Ensemble, da dies der Beschäftigungsort meiner Eltern war. Ich saß in der Garderobe herum, eine nette Ankleiderin kümmerte sich ein bisschen, und ich wartete auf das Vorstellungsende. Und wenn "Die Tage der Commune" lief, gab es Baguette für uns alle hinter der Bühne.

Meine ersten außerhäusigen Theatererlebnisse wurden vom Theater der Freundschaft bereitgestellt und die schönsten davon hat Horst Hawemann inszeniert. Und, natürlich, "Der Drache" am Deutschen Theater, solche nie zuvor gesehene Opulenz (Horst Sagert) und  Rolf Ludwigs irrwitziger Drachentreppengang und Eberhard Esches coolster Ritter. 

 Horst Sagert Entwurf zum "Drachen"

Ich wurde älter und wechselte zuschauend zur Volksbühne. Die Spektakel versuchten wir durch Einsteigen via Klofenster kostenlos mehrmals zu genießen. Besson, Karge, Langhoff, Marquardt, Gosch - Henry Hübchen ganz jung und ganz schön und ganz toll, Berko Acker, Heide Kipp, Kurt Goldstein, Herrmann Bayer - es war alles unfaßbar neu und wagemutig in den miesen kleinen Grenzen unserer DDR. In den "Räubern" trommelte ein Trupp junger Mäner ihren Zorn in die Welt. In "Leonce und Lena", trugen die alten Männer, die regierten Einkaufsnetze, aber mit Apfelsinen drin, Bückware - heute unvorstellbar, wie solch eine Szene, wie ein aufrührerischer Pfeil in mein Herz schoß. In Marquardts "Bau" hinterließ der republikflüchtige Bauarbeiter ein menschenförmiges Loch in der Hinterwand des Bühnenbildes. Und wenn es auch wie ein Klischee klingen wird, dass hat sich in mein Hirn eingebrannt.  Meine Freundin hat ihre Deutsch-Abiturprüfung über Bessons "Hamlet" mit Manfred Karge in der Titelrolle gemacht. 
Dann nahm mich Gabriele Gysi mit nach Senftenberg, wo ihr Freund Frank Castorf, den ich bis dato nur als charmant miesepetrigen Hypochonder auf einem Stuhl neben ihrer Wohnzimmerheizung sitzend kannte, seine erste Premiere hatte. 
"In der Zeit, als ich anfing, war das Theater ein Trojanisches Pferd, das man in die Festung des sozialistischen Realismus einschmuggeln konnte. Dann waren alle überrascht: Mein Gott, da steht „Othello“ drauf, aber da ist was ganz anderes drin, die völlige Infrage­stellung dieser stupiden Gesellschaft. Man riecht das stinkende, stehende Gewässer und sehnt sich nach dem Amazonas. Also die Verrätselung war wichtig im Theater. Ein Verbot der Aufführung war dann ein Ritterschlag."

ES GIBT KEINE BILDER. WIE AUSSERGEWÖHNLICH. Theater aus der Zeit vor der allgemeinen Digitalisierung, keine Kränze für niemanden.

1981 bis 1985 brachte mich meine durch diesen Premierenbesuch ausgelöste Begeisterung dazu, in regelmäßigen Abständen nach Anklam zu pilgern, per Zug und per Trabbi, egal, weil  dieser Castorf dort Oberspielleiter war. Addieren wir noch Alex Lang und Thomas Langhoff dazu, sind alle Infektionsherde meiner bis heute andauernden Theaterliebe versammelt. 
http://www.berliner-zeitung.de/wie-die-stasi-frank-castorfs-inszenierungen-rezensierte-und-fruehe-theaterarbeit-dokumentierte-othello-und-die-selbstschussanlage-16926392 

Der Mauerfall kam und die Volksbühne blieb akut. Zuerst in einer schlecht verkauften Vorstellung 1989, wo niemand ins Theater ging, und Ezard Haußmann jeden Zuschauer mit Handschlag begrüßte. Von 2004 an durch Frank, mit den "Räubern" und dem "Trunkenen Schiff" und vielem mehr. Manchmal ging ich oft, manchmal ein paar Jahre nicht, immer wissend, er war da.
Das Haus ist wirklich nicht schön, und ziemlich versifft, es stinkt nach Geschichte. Selbst die Kantine ist noch genauso undesignt wie sie es in meiner Jugend war, ganz im Gegenteil zur BE-Kantine, die heute den Charme einer Flughafenlounge ausstrahlt. Aber immer noch spielen sich Leute auf der Bühne den Schweiß aus den Poren und die Seele aus dem Bauch und sie tun dies mit Intelligenz und Zorn und konkreten Absichten. Oder, wie Rüdiger Schaper sagt: "...mit Inbrunst, mit Können, mit Liebe und Leidensfähigkeit."
Für Sophie Rois würde ich pilgern gehen. Und Wolfram Koch, Hendrik Arnst, immer wieder Henry Hübchen, Hildegard Alex, Olivia Grigolli, Fabian Hinrichs, Annika Meier, Milan Peschel, Valery Tscheplanowa, Martin Wuttke lassen mich auch Überlängen gelassen ertragen.
Ich kenne Herrn Dercon nicht, habe bisher nichts über oder von ihm gelesen, dass mich zwingend dazu verführt hat, ihn kennenlernen zu wollen, aber das ist nicht so wichtig. Schlechte Interviews in feindlicher Landschaft beweisen gar nichts. Aber, ABER er beendet, beabsichtigt oder nicht, meine schräge Liebesbeziehung mit diesem häßlichen herrlichen Haus.
Das Ende einer Liebe 

Besser kann man die Geschichte der Volksbühne nicht zusammenfassen:

Die Volksbühne wurde 1913-14 nach dem Entwurf Oskar Kaufmanns in der Mitte Berlins erbaut. DIE KUNST DEM VOLKE war dem Gebäude auf die Stirn geschmiedet. „Volksbühne“ hieß, dass Menschen sich im Verein organisieren und mit ihren Mitgliedsbeiträgen Theaterproduktionen ermöglichen, deren Eintrittskarten ermäßigt an die Mitglieder verkauft werden können. Mit dieser Idee gelang es ab 1890 in Berlin auch der sozialdemokratisch organisierten Arbeiterschaft, die sich Teilhabe an Kultur bislang nicht leisten konnte, Theaterbesuche, einen politisch orientierten Spielplan sowie einen eigenen Theaterbau zu finanzieren. Während der Intendanz Max Reinhardts von 1915-18 spielten Schauspieler wie Paul Wegener, Emil Jannings, Ernst Lubitsch, Eduard von Winterstein, Werner Krauss am damaligen Bülowplatz. 1924 bis 1927 war Erwin Piscator Oberspielleiter an der Volksbühne. Piscator entwickelte mit seinen aufsehenerregenden und umstrittenen Inszenierungen nicht nur den Begriff des „Proletarischen Theaters“, er prägte auch die Formel vom „Epischen Theater“. Piscators Arbeit fand ihren Niederschlag in Brechts Theater-Theorie und seinen Stücken. Hier an der Volksbühne wurden die Grenzen der Kunst erweitert, hier wurden die Genrebegriffe von Theater neu definiert. Und auch das erste multimediale Theater wurde an der Volksbühne entwickelt, Piscators Idee vom „Totaltheater“ wurde hier geboren und steht bis heute als Konzept über dem Ganzen.
Während des Naziregimes war die Volksbühne als „Theater am Horst-Wessel-Platz“ gleichgeschaltet wie die übrigen Bühnen des Landes. Traurigen Ruhm erlangte das Schicksal des Volksbühnenschauspielers und UFA-Stars Joachim Gottschalk. Gottschalk, von Goebbels‘ Propagandaministerium schikaniert und kaltgestellt, beging mit seiner jüdischen Frau und seinem Sohn Selbstmord im Jahr 1941. Kurt Maetzig hat die Tragödie als eine der ersten DEFA-Produktionen 1947 verfilmt.
Zum Ende des Zweiten Weltkriegs fast vollständig zerstört, erfolgte 1950-54 der Wiederaufbau mit stark vereinfachtem äußeren Erscheinungsbild. Als hauptstädtisches Theater in der DDR erwarb die Volksbühne ihr Profil durch einen Spielplan, der forciert Gegenwartsstücke und modernes Regietheater miteinander verflocht. Maßstäbe setzten Stücke von Heiner Müller und Inszenierungen von Benno Besson und Fritz Marquardt. Seit 1992 ist Frank Castorf Intendant der Volksbühne – neben seinen Inszenierungen waren die Arbeiten von Christoph Schlingensief, Johann Kresnik und Christoph Marthaler bestimmend für die 1990er Jahre. Von 2001 bis 2010 prägten auch Arbeiten Dimiter Gotscheffs das Profil des Hauses. Heute sind mit den Arbeiten Castorfs und Marthalers die von Herbert Fritsch und René Pollesch dominierend und international erfolgreich.

Sonntag, 12. März 2017

Kindheit unter Qualen

Am 12. März im NDR
23:35 Sportclub Story


Kindheit unter Qualen
Missbrauch im DDR-Leistungssport


 
Dokumentation D 2017
Dann sicher in der NDR-Mediathek

Ich hab ihn schon gesehen - schrecklich und traurig und wütendmachend. 

http://www.ndr.de/sport/mehr_sport/DDR-Leistungssport-Kindheit-unter-Qualen,doping436.html

Die Kommentare im Link sind teilweise übel zynisch und verharmlosend.

Doping-Opfer-Hilfe e. V. 

Freitag, 10. März 2017

Charme, eine nicht zu unterschätzende Gabe. Der Scharm.

Charme, Scharm
Substantiv [der] ʃarm/
gewinnendes Wesen eines Menschen, Liebenswürdigkeit.


Sie ist bezaubernd. Er verzaubert mich.
 
Charmant! Ein leichtgewichtiges Kompliment, oft nicht mehr als nett meinend, unterhaltsam, heiter, angenehm. Ein Charmeur ist ein nur Tunichtgut, nicht verlässlich, hohl, höchstwahrscheinlich ein Narzisst. 

Mit dem Charme steht es anders. Er ist äußerst schwer zu definieren. Was macht ihn aus? Das, was bei dem einen beleidigend klingt, wird, wenn es ein mit dieser dubiosen Eigenschaft Gesegneter äußert, unverletztend und amüsant. Wenn einer/eine mit Charme eine Anekdote erzählt höre ich zu, bin sogar gegen meinen eigenen Willen amüsiert. Charme wirkt auf mich wie ein zauberischer Magnet.

Charme ersetzt auf Dauer keine Leistung.
Sprichwort

Für Spieler auf der Bühne, im Film ist Charme ein lebenswichtiges Gut. Alle, wirklich alle Hochtalentierten, die ich kenne, haben mehr als gerecht ist davon. Er ist ein Geschenk, aber eines, mit dem sie, liebevoll und kostbar umzugehen, lernen müssen. Die, die billigeren Erfolg ersehnen, verlassen sich auf ihre Gabe und werden vielleicht berühmt, aber nicht großartig. Die anderen, die ihrem Charme mißtrauen, nicht glauben wollen, dass sie ihn haben, stolpern unsicher und hart arbeitend in ihre enorme Wirkung. 
Talent, Demut und Zauber. Können, Unsicherheit und Charme.

Charme und Perfektion vertragen sich schlecht miteiander. Charme setzt kleine Fehler voraus, die man verdecken möchte.
Catherine Deneuve 

Uncharmante Spieler versuchen oft unbewußt, ihr Manko dadurch auszugleichen, dass sie ihre Figuren widerspruchsloser machen, ihnen nicht auf den vielleicht bösen Grund gehen, sondern lieber die Hülle verschönern. Sie haben Angst unsympathisch zu wirken, nicht zu gefallen. Mit Recht. Gerad heute Abend mußte ich jemandem zusehen, der versuchte, cool zu wirken, ohne im Besitz von Charme & Talent zu sein, mit dem Ergebnis, dass er wie ein plumper Tölpel durch den Abend stapfte. Ich mochte ihn nicht, mochte die Figur nicht. Das Stück geriet ins Ungleichgewicht. Nicht die Not der Figur, sondern ihr schlechtes Benehmen bestimmte den Abend.
Die ernsthaften Glückskinder scheren sich einen Scheiß um Gefälligkeit, treiben Figuren bis an die Grenze des Erträglichen, und ich bin doch gezwungen ihnen zu folgen, ihr Charme ist unwiderstehlich. 
In dem Film "Die Nadel" mit Donald Sutherland (Eye of the needle) strotzt Donald in vielen Szenen mit verschiedenen Frauen vor Charme und killt sie in der nächsten Szene auf brutalste Art. Er lockt mich an und haut mir dann brutalst einen in den Magen. Mein Widerstand wird wichtig. 


http://www.zeit.de/angebote/partnersuche/magazin/magazin_charme_der_anderen

Charme (Subst. von französisch charmer ‚faszinieren‘, ‚entzücken‘, ‚bezaubern‘; ursprüngl. lateinisch carmen ‚Lied‘, ‚Gedicht‘ oder ‚Gesang‘, auch lateinisch carminare ‚verzaubern‘) wird im deutschen Sprachgebrauch regelmäßig in der Kennzeichnung einer Eigenschaft eines Individuums im Sinne eines bezaubernden, gewinnenden Wesens gebraucht. Seltener, aber auch gebräuchlich ist, den Reiz einer Sache oder Handlung damit zu bezeichnen (etwas „hat Charme“).
Charme im Sinne des Persönlichkeitsmerkmals ist ein sehr weicher und deshalb schwer zu definierender Begriff und bezeichnet in seiner Hauptverwendung eine bestimmte Art der Ausstrahlung eines Menschen. Die meisten deutschen Übersetzungen, wie zum Beispiel Liebreiz, Anmut oder auch Zauber, richten sich ebenfalls auf diese persönliche Eigenschaft, wobei häufig die direkte Verwendung von Charme präziser ist als eine der möglichen Übersetzungen.

Mittwoch, 8. März 2017

Für S. - Barockmusik ist nicht blöd

Liebe Claudia, lass mich mit der Barockmusik beginnen. Hochartifiziell, riesige, überwältigende Gefühl strengst in komplizierte Kompositionen gefasst, die Sänger müssen all ihr Können einsetzen, um nicht aus der Form zu fallen. Und diese Anstrengung, der Kampf zwischen Emotion und Form, kann mich sehr tief berühren. Hier ist nichts pur, echt oder realistisch. Die echte Welt ist zu klein, um all das Leiden, Lieben fassen zu können.

Die Periode der Barockmusik in der abendländischen Kunstmusik, auch bezeichnet als Generalbasszeitalter, schließt sich an die Renaissance an und erstreckt sich vom Beginn des 17. bis etwa zur Mitte des 18. Jahrhunderts. Sie zählt heute zur sogenannten Alten Musik. So beschreibt es Wiki.


Meine Eltern hatten eine Menge Schallplatten, Freddie Quinn, Schlagermedleys, The Best of the Seventies, Ernst Busch, Originalaufnahmen von Hitlerreden für den "Arturo Ui" meines Vaters, Blues der frühen Zwanziger und eben Barockmusik. Klassische Musik kam sonst nicht vor. Ich kämpfe darum bis heute. Ein spannender Kampf. Aber Barockmusik, Bach, Purcell, Vivaldi und Händel haben mich überraschend erwischt. Heute denke ich, es war die Anspannung, der hörbare Prozess, wie Leidenschaft in Kunst umgeformt wurde. 

Ein paar meiner persönlichen Leckerbissen:

"The Cold Song" von Henry Purcell

Für den Tod im Eis gibt es einen Soundtrack, den wird man nicht mehr los, ist man ihm einmal begegnet, den hört man, wenn man in Radevormwald oder sonst wo des Nachts auf dem Bahnsteig steht, einsam und verlassen von Bahn-Mitarbeitern und im Schneegestöber dem Absterben seiner Füße nachspürt. Und der geht so: Arktische Akkorde marschieren unbarmherzig und bibbernd heran. Kommen immer näher, holen aus, weichen zurück. Eine vor Unterkühlung zitternde, bebende Stimme fängt an zu flehen, verliert sich, bricht, stottert, stirbt. Eine Stimme, so alt wie der Permafrost, die sich aufgegeben hat und fleht - obwohl sie eigentlich gerade von der Liebe erlöst werden soll - darum, in den frostigen Frieden des Todes entlassen zu werden. Weswegen der "Cold Song" aus der Frostszene von Henry Purcells Semi-Oper "King Arthur" eigentlich auch eine Bassarie ist. Nur kann man sich die Stimme, die den Eistod stirbt, seit gut dreißig Jahren nicht mehr recht als Bass und mit langem, weißem Bart vorstellen. Sondern nur als Altus, weiß geschminktes Gesicht, blutrote, fast dreieckige Lippen, nach hinten gegelte Haare, futuristisches Dreiecksgewand, riesige Fliege. Einem Eishauch gleich glitterte Anfang der Achtziger der deutsche New-Wave-Star Klaus Nomi mit eckigen Bewegungen durch die Clubkeller von New York bis Paris. "Cold Song" war seine Trapeznummer. Ein Countertenor, bevor noch jemand in Deutschland das Wort ernsthaft buchstabieren konnte. Die große Zeit der hohen Herrenstimmen hat Klaus Nomi nicht mehr erlebt. Er starb 1983, kaum älter geworden als Purcell - einer der ersten Aidstoten.
Aus einem Artikel in der WELT 

Klaus Nomi
https://www.youtube.com/watch?v=wQrqgSK8-XU

Andreas Scholl
https://www.youtube.com/watch?v=O5lRq0IcDzw

Und so singen, wenn es denn welche gäbe, glaube ich, die Engel.

Philippe Jaroussky "Ombra ma fui" von Georg Friedrich Händelhttps://www.youtube.com/watch?v=q5v1PuhZ2zY 

Vivaldis Vier Jahreszeiten in zwei von vielen, ungeheuer vielen Versionen, zuerst der von Antonio Vivaldi und Max Richter.

https://www.youtube.com/watch?v=zy-B9MNtkyg

https://www.youtube.com/watch?v=EcsM4HUEwVw

Und jetzt Nigel Kennedy, der Punk der Barockszene

https://www.youtube.com/watch?v=DYvkVqpLX_E